Unabhängigkeit dank Standardsegmenten

Die ZF Friedrichshafen AG entscheidet sich beim neuen Konzernausweis für die Vorteile der LEGIC Technologie und standardisierten Segmenten für Zutritt und Payment.

ZF ist ein weltweit führender Techno- logiekonzern in der Antriebs- und Fahr- werktechnik sowie der aktiven und passiven Sicherheitstechnik. 138300 Mitarbeiter arbeiten an den rund 230 Standorten in 40 verschiedenen Ländern.

Die bisherigen Mitarbeiterausweise unterschieden sich an jedem Standort in Sachen Technologie, Programmie- rung und Design. ZF will die Identität des Unternehmens stärken und die verschiedenen Stand- orte zunächst in Deutschland, später weltweit, näher zusammenführen. Der einheitlich gestaltete Konzernausweis besitzt auch eine technische Basis, mit der die standortübergreifende Nutzung der Ausweisfunktionen, z.B. Zutritt und Payment, ermöglicht wird.

Entscheid für LEGIC

2012 entschied sich ZF für eine eigene Betreiber-Lizenz. Die Hauptgründe waren die Herstellerunabhängigkeit, die Nutzung existierender Standards für Zutritt, Zeiterfassung und Payment sowie das Master-Token System-Control (Konzept für Berechtigungsmanagement). Zudem war LEGIC an mehreren grossen ZF-Standorten bereits im Einsatz und als gut etabliertes System bekannt.

Dank LEGIC und ihrem Master-Token System-Control ist ZF nun selbst in der Lage, Datenstrukturen auf dem Ausweis zu definieren, und bestimmt selbst, welche Funktionen mit dem Ausweis verbunden werden. Solche Funktionen sind z.B. (Offline-)Zutritt, Zeiterfassung, Gastronomie oder Secure Printing. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass offene Standards eingesetzt werden können und ZF sich damit eine Unabhängigkeit von Herstellern verschafft. In der aktuellen Version der Konzernausweisspezifikation ist es gelungen, für die Funktionen Zutritt, Zeiterfassung und Gastronomie einen offenen Standard in Bezug auf die Datenstruktur im Chip festzulegen. Bei der Funktion Offline- Zutritt wird allerdings noch eine proprietäre Datenstruktur eingesetzt. Die Vision für die Zukunft ist, auch diese Funktion in einen offenen Standard zu überführen. Dies scheint heute mit dem Open Security Standard (OSS) möglich zu sein. Die Unabhängigkeit, die durch den offenen Standard entsteht, besteht darin, dass unterschiedliche Hersteller, die eine Implementierung des Standards anbieten, für ZF zum potentiellen Anbieter werden. Weiter kann auch ZF selbst Produkte von unterschiedlichen Herstellern einsetzen.

Unterstützung Blaser Consulting

Mit dem entstandenen Kontroll-Gewinn werden die Aufgaben anspruchsvoller, die nun nicht mehr von Herstellern, sondern im Hause ZF gelöst werden. Um der Komplexität dieser Aufgaben gerecht zu werden, liess sich ZF vom LEGIC zertifizierten Beraterunternehmen Blaser Consulting unterstützen. Das Projektteam «ZF ID Card» hat die verschiedenen Funktionen und die zugehörigen Referenzsysteme am Standort Friedrichshafen ausführlich getestet. Zuerst wurde mit 26 Mitarbeitenden ein Labortest durchgeführt, bei dem ein Medium und die zugehörige Technik definiert wurden. Für den anschliessenden Feldtest wurden 395 neue CTC- Ausweise (Cross-Standard-Transponder-Chip) ausgegeben, die sowohl die alte wie auch die neue Technologie beinhalten. Sämtliche Funktionstest verliefen erfolgreich. Folglich wurden ab Januar 2015 am Standort Friedrichshafen rund 10000 Ausweise ausgerollt und es werden weitere Standorte folgen.

“Dank der neutralen Beratung setzen wir, soweit möglich, standardisierte Segment-Strukturen ein. Der Einsatz der am Markt etablierten Standards LEGIC access und openCashfile von Common Smartcard erfüllt unsere Anforderungen im Bereich Zutritt und Payment voll und ganz.”

 

Achim Genannt, Planung technische Gebäudeausrüstung bei ZF

Vorteile für Endanwender:

  • Kontrolle der Sicherheit und Funktion des eigenen Systems
  • Herstellerunabhängigkeit
  • Unterstützung durch LEGIC zertifizierten Berater

LEGIC Produkte und Dienstleistungen:

  • CTC & advant smartcards
  • 4000 series reader ICs

LEGIC Partner in diesem Projekt:

  • Blaser Consulting (Berater)